Konzentrations- und Aufmerksamkeitstraining nach Lauth / Schlottke

Das Aufmerksamkeitstraining ist so konzipiert, dass in diesem Bereich auffällige Kinder spielerisch lernen sich in der Schule und bei den Hausaufgaben zu konzentrieren und besser zu kontrollieren.

Auch dieses verhaltenstherapeutische Programm hat sich in wissenschaftlichen Studien bewährt.     

 

Das Aufmerksamkeitstraining ist geeignet, wenn u. a. folgende Kriterien vorliegen:

  • Diagnostizierte Aufmerksamkeitsstörung wie ADHS / ADS
  • Allgemein fehlerhafte und unzuverlässige Arbeitsweise
  • GroĂźe Probleme in der Schule durch Unruhe und mangelhaftes Lernen
  • Soziale Probleme bspw. bei der Hausaufgabenbewältigung

Zu Beginn des Trainings erarbeiten die Kinder ihre Stärken und ihre Arbeitsfelder und die Wichtigkeit bestimmte Verhaltensweisen zu verändern bzw. anzupassen. Ăśber diesen Arbeitsansatz wird die Motivation zur Mitarbeit geweckt. Danach wird meistens ein Vertrag mit dem Kind geschlossen, der die Ziele und Verhaltensregeln der Behandlung festlegt. Durch den Einsatz eines Verstärkersystems  wird erwĂĽnschtes Verhalten (also bedachtes, sorgfältiges Vorgehen) im Sekundenfenster (schnell und gezielt) ĂĽber eine klare RĂĽckmeldung in Form der Vergabe einer Wertmarke (BĂĽroklammer, ...) belohnt oder bei  grobem Fehlverhalten auch wieder abgezogen. Die so gesammelten Marken können später gegen kleine Belohnungen eingetauscht werden.

 

Im Groben gliedert sich das Training inhaltlich in zwei Bereiche:

 

 

1. Basistraining

Das Basistraining richtet sich an 6 – 10-jährige Kinder mit Schwierigkeiten in den Grundlagen beim Aufnehmen und Verarbeiten von Informationen, sowie bei der Verhaltenssteuerung.  Das Training ist aufgeteilt in 13 Bausteine.

Die Bausteine 1 – 6 befassen sich mit dem Einüben von Basisfertigkeiten wie genau hinsehen, genau beschreiben, genau hinhören, genau zuhören und nacherzählen.

Die Bausteine 7 – 13 beüben die Selbststeuerung durch das Selbstinstruktionstraining bei dem das Kind lernt, sich selbst Anweisungen zu geben und sich selbst zu steuern. Anhand von Signalkarten „Halt! Stopp!“ wird die Reaktionskontrolle ausgebildet, d.h., dass das Kind lernt, erst innezuhalten und nachzudenken, bevor es etwas tut. Diese Wichtigkeit wird mit dem Kind diskutiert, so dass sich für das Kind Schlussfolgerungen und Einsicht für Veränderungen erschließen lassen.

 

 

2. Strategietraining

Das Strategietraining richtet sich an 8 – 12-jährige Kinder, die wenig planvoll vorgehen und übergeordnete Strategien nur mangelhaft beherrschen. Das Training ist aufgeteilt in 12 Bausteine.

Die Kinder beüben ihr Verhalten durch „inneres Sprechen“ zu steuern, um systematisch und planvoll an die Dinge heranzugehen, den Überblick auch bei komplizierten Anforderungen zu behalten.

Die Kinder lernen eine allgemeine Problemlösestrategie durch Selbstanweisungen ĂĽber Signalkarten einzuĂĽben, u. a.   â€žIch will anfangen!“, „Was ist meine Aufgabe?“, „Ich mache mir einen Plan!“, die zunächst  laut gesprochen, später nur noch flĂĽsternd gesprochen und  gegen Ende des Strategietrainings zunehmend in ein "inneres Sprechen" ĂĽbergehen. Das neue erlernte Vorgehen wird an einfachen Aufgaben eingeĂĽbt und im Weiteren auf zunehmend komplexere Materialien ĂĽbertragen bzw. offenere Aufgaben gestellt, um eigene Lösungswege abzuleiten, bspw. logische Ergänzungsaufgaben.

Um die Einsicht zu finden, dass die erlernten Strategien in vielen unterschiedlichen Situationen hilfreich sind, werden in den letzen Trainingseinheiten schulische Inhalte aufgegriffen, bspw. selbständige Fehlersuchen beim Diktat, einen Sachbuchtext bearbeiten.

 

 

Wird das Aufmerksamkeitstraining nach Lauth / Schlottke von den behandelnden Ă„rzten als Gruppentherapie verordnet, dann finden im Rahmen des „Bochumer-Modells“  5 Einzelbehandlungen statt, um dem ganzheitlichen Ansatz (zu Hause, Schule) dieses Programmes gerecht zu werden. Zudem findet 1 Elternabend statt.

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